Bei den folgenden Personen ist die Zuordnung zu Personen der Familiengeschichte nicht geklärt:

Major oder Hauptmann Louis von Kleist in London 1809

Durch eine Reihe von Dokumenten ist belegt, dass ein Hauptmann (oder Major) a. D. Louis von Kleist nach einem Aufenthalt in London von Februar bis April 1809 behauptete, vom englischen Kabinett mit weitgehenden Versprechungen für eine Unterstützung der preussischen Regierung gegen Napoleon versehen zu sein. Er fertigte hierzu einen Vermerk vom 25. Mai 1809. Aus den Unterlagen ergibt sich, dass er finanzielle Schwierigkeiten hatte.

In dem Aufsatz "Die hannoverschen Aufstandspläne im Jahr 1809 und England" wird von dem Autor Dr. Thieme ausführlich hierüber berichtet. (Zeitschrift des historischen Vereins für Niedersachsen, Jahrgang 1897, Hannover 1897, S. 313 ff. ) Auf der Grundlage von Akten in Archiven in London befasste sich auch Alfred Stern in seinem Aufsatz "Gneisenaus’s Reise nach London im Jahr 1809 und ihre Vorgeschichte" mit der Mission des Kleist. Er geht von einer verwandtschaftlichen Beziehung zu dem General von Rüchel aus und vermutet, der Bruder Ludwig des von diesem adoptierten Rüchel-Kleist, könne der Kleist sein. Er weist aber auch darauf hin, dass in den englischen Unterlagen das "de" fehlt. (Historische Zeitschrift, Band 85, München und Leipzig 1900, S. 3 ff.)

In dem etwa gleichzeitig erschienenen Aufsatz von Stern "Briefe Blüchers aus dem Jahre 1809" wird das Thema ebenfalls angesprochen. (Deutsche Rundschau, Band CIV, Berlin 1900, S. 26)

Bisher ist eine eindeutige Identifizierung nicht erfolgt.

 

Ludwig von Kleist, Verleger

Kleist, Ludw. v.,  Kunst-Comptoir, in Geschichte des Buchhandels und der Buchdruckerkunst, Friedrich Metz, Darmstadt 1835

Im Hessische Staatsarchiv Darmstadt in der Kabinettsregistratur befinden sich eine Reihe von Briefen von Ludwig von Kleist über einen Zeitraum von 1812 bis 1830, 1840. Er bezeichnet sich als Ludwig Freiherr von Kleist, Major a. D., Chef des Vaterländischen Kunstvereins in Dresden

In der Ankündigung des Drucks "Ansicht des Monuments bey Saalfeld" bezeichnet sich der Schreiber als Friedrich Ludwig Kleist und gibt Schleiz im Voigtland als Ort an.

In Schleiz ist der Kunsthändler Friedrich Ludwig (v.?) Kleist 1810 und 1811 zu finden. Er wohnte in der Kobischgasse. Geschichte der Stadt Schleiz, Walther Theodor Bohme, Schleiz 1908, S. 383.

Auf der Web-Seite des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig ist eine große Zahl von seinem Verlag hergestellten Grafiken zu finden.

Eingabe: Kleist Opitz

Anzeige von 1827 in der Leipziger Zeitung für ein Blatt von Opitz

Eine eindeutige Identifizierung ist bisher nicht gelungen.

 

Hauptmann a. D. von Kleist,

gestorben 26. August 1852 in Dresden im 80. Lebensjahr

Quelle: Neuer Nekrolog der Deutschen XXX, S. 932

Von 1840 bis 1854 weisen die Adressbücher von Dresden einen Louis von Kleist, Hauptmann, aus.

 

nicht zugeordnete Kleist-Töchter

Quelle: Sammlung von Ehestiftungen und Leibgedingsbriefen ritterschaftlicher Geschlechter, Georg Adalbert von Mülverstedt, Magdeburg 1863

Peter v. Briesen auf Schlönnewitz, Pollichleben u. Lussenow und Hedwig v. Kleist.
1200 fl. Eheg. conf. Mont. u. Andr. 1576
Geh. Staatsarchiv zu Berlin Cop. Neomarch. VIII.f. 266 v.

Christian v. Belling auf Krümmelin und Barbara v. Kleist
2000 fl. Eheg. 250 fl. Schmuckg. d. d. 8. Februar 1637, conf. 23. März 1639
Geh. Staatsarchiv zu Berlin Cop. Neomarch. XLVII f. 225.

Joachim v. Güntersberg auf Callies und Dorothea v. Kleist
2000 fl, Eheg. d. d. auf Springe Sonnabend n. Ascend. Dom. 1622. conf. 6. Dezember 1622
Geh. Staatsarchiv zu Berlin Cop. Neomarch. XXII a. b. C. f. 353