Kieckow und Klein Krössin im Familienbesitz 1477 – 1945

„Von Dubislaff bis Hans Jürgen“

die Zeit bis 1799

 

A. Kieckow                                            

Dubislaff (Bratta) (+ ca. 1482), auf Damen, erhält am  13.4.1477 für sich und seine 5 Söhne den Lehnsbrief (Urkunde Nr. 125). Nach dem Tod ihres Vaters werden die Söhne von Herzog Buggeslaff X. am 28.12.1486 erneut belehnt (Urkunde Nr. 192): für die Damensche Linie, wobei erstmals Kiekow erwähnt ist, neben Crössin, das bereits in anderen Urkunden genannt war (.s.u.). 
Der folgende Auszug aus der Stammtafel für den Vater von Dubislaff zeigt die Besitzer eines Anteils an Kieckow mit einem roten Punkt

1577 gab es in Kieckow 18 Bauern mit zusammen 34 Hakenhufen (etwa 700 ha), welche wie üblich auf mehrere Rittersitze verteilt waren:

1. Ein Teil geht folgenden Weg: der 2. Sohn Curt III.8 vererbt an Georg III.28 (+ ~1540), und dessen Enkel Christopher III.121 (+ nach 1629) sitzt ebenso auf Damen und Kieckow wie sein Sohn Steffen III.196 (+ vor 1665) und sein Enkel Christoph Friedrich III.291 (+ nach 1718, wahrscheinlich in Kieckow). Dessen Sohn Steffen Nicolaus III.392 (+ 1717) vererbt Kieckow an seine Söhne Steffen Christoph III.526 und Nicolaus Valentin III.527; sie  huldigen 1731 u.a. wegen Kieckow.  In der brüderlichen Erbteilung fiel der Anteil an Kieckow (= Kieckow a) an Nicolaus Valentin. Er verkauft ihn 1740 an Dubislaff Bernd III.306 (s. unten), der Kieckow b besaß und dort wohnte.

2. Joachim III.34 auf Damen, ein Enkel von Bisprow, einem anderen Sohn von Dubislaff(Bratta), versteuerte laut einer Urkunde von 1577 in Kieckow 4 Bauern und 7 Hufen.  Dessen Sohn Dubislaff  III.123 (+ vor 1664) besaß Kieckow (b?) und 4 Bauernhöfe in Krössin und verkaufte Kieckow am 3. April 1661. Der Käufer ist nicht genannt.  Die Familiengeschichte berichtet über einen Rechtsstreit ab 1622 zwischen Dubislaff und seiner Schwester Maria, in dem er ihr zwei Mal vergeblich Kieckow zur Erfüllung ihrer Ansprüche anbot.

3. Ein weiterer Anteil wird in einem Tauschvertrag vom 5. 7. 1524 von Thomas III.39 (+ ~1575),  einem Enkel von Pribislaff III.3 (+ vor 1486), dem dritten Sohn des zu Anfang erwähnten Dubislaff(Bratta), an die Brüder Georg II.13 (+ ~1540) und Christopher II.14 (+ ~1568) vom Dubberower Stamm gegen Ruschütz eingetauscht (Urkunde Nr. 418). In der Besitzübersicht von 1577 (Urkunde Nr.518) sind ein Enkel von Christopher, Magnus II.27 (+ ~1614) und ein Urenkel, Lorenz II.52 (+ 1629) aufgeführt.  Der weitere Verbleib dieses Anteils ist noch nicht nachvollzogen.

4. Auch Hans III.6, der Sohn des ältesten Bruders von Dubislaff(Bratta), besaß Anteile an Kieckow. Sein Enkel Hans III.54 besaß 1577 lt. Urkunde Nr.518 in Kieckow 3 Bauern mit 6 Hakenhufen

5. Der 4. Sohn von Dubislaff: Peter III.10 (+ nach 1524), auf Damen,  tauscht seinen Teil von Kieckow ein am 16.11.1522 (Urkunde Nr. 414) . Er wird dann wie folgt vererbt:

Andreas (Drews) III.36 (+ vor 1575), auf Damen

Valentin III.72  (+ ca. 1615), auf Muttrin und Kieckow

WilhelmIII.133 (+ 1636), Hofrat u. Pomm. Kanzler, auf Muttrin und Kieckow

Sein Bruder Otto III.134 (+ ca.1655), auf Muttrin und Kieckow, begründet den Damen- Kieckower Seitenzweig

Valentin III.215 (+ 1692), auf Kieckow und Döbel wird 1665 belehnt (Urkunde Nr. 640, s. a.  662); Sept. 1667 5 3/4 steuerbare Hufen (Urkunde Nr. 645)

Seine Söhne         Otto III.302 (., + 1724), Ltn

                             Peter Caspar III.303 (+ 1692), Rittm.

                             Franz Andreas III.305 (+ nach 1714)

                             Dubislaff Bernd III.306 (1679 – 1748), Rittm.

besaßen jeder einen Teil von Kieckow (und Franz Andreas auch von Döbel).  Außerdem kauften sie von

 

Adam WilhelmII.83 (+ vor 1716), Capitain, , aus dem Tychower Stamm, am 5.2.1697 dessen Anteil an Kieckow für 2.622 Fl. Pomm. (Urkunde Nr. 674). Der Vater von Adam Wilhelm, Christian II.60 (+ 1679), Oberst, hatte den Anteil, ein Vorwerk mit 4 Bauern, von Landrat Joachim III. 129 erblich gekauft. Ein Anteil an Kieckow ist im Jahr 1577 nachweisbar für die Erben seines Großvaters Georg III.35 (Urkunde Nr.518). Dies scheint der oben unter 2. genannte Anteil zu sein.

 

Dubislaff Bernds Sohn Adam Heinrich III.403 (1717 – 1760) besaß also als erster ganz Kieckow und Döbel.

 

Sein Sohn Adam Heinrich III.531 (1757 – 1811), Major, verkaufte am 20.5.1799 für insgesamt 85.000 Rthlr Kieckow sowie Anteile an Muttrin, Döbel und Zadtkow an Major v. Petersdorf. Nur 15 Monate später ( am 2.9.1800 ) verkaufte dieser Kieckow (nebst der Muttriner Holzkavel und dem Holzwärterkathen im Zülow sowie der Mühle) wiederum an Johann George/Hans Jürgen III.565 (1771 – 1844) für 22.600 Thlr. Von diesem Zeitpunkt an ist Kieckow also kein Lehen mehr, sondern käuflich erworbenes Eigentum. Johann George stammt von Bisprow III.1 (+ ca. 1493) auf Muttrin ab, einem Bruder des zu Anfang genannten Dubislaff.

 

B. Klein Krössin

Die Herleitung für Klein K(C)rössin ist noch schwieriger.

Am 2. Februar 1407 verbürgte sich "Prybbeslaf Clest van kresyn", (Urkunde 100), der zur Tychow-Dubberower Linie gehört. Circa 1411 werden die "kliste von kressyn" erwähnt (Urkunde 101). Im Lehnsbrief vom 28. Dezember 1486 für die Söhne von Dubbeslaff Bratta, Damensche Linie (Stammtafel s.o.), wird auch ein Anteil an "Kreszyn" erwähnt (Urkunde 192). Aus diesen beiden Erwähnungen ist zu schließen, dass zunächst die beiden genannten Linien nebeneinander Anteile besaßen.

Nach der Belehnung 1486 (s.o) gibt es nur bruchstückhafte Erwähnungen für die verschiedenen Anteile. Chronologisch geordnet:

Tessen III.75 (+ 1588), auf Damen und Kowalk, wird 1573 mit Holzung + Hütung in Crössin belehnt.

1.   Jacob II.36 (+ nach 1665), auf Gr. Tychow, hatte 1628 ½ steuerbare Hufe.

2.      Im selben Jahr versteuerte Dinnies II.43 (+ 1643), auf Völtzkow/Mark und Tychow, in Klein-Crössin 6 Hufen  (Urkunde Nr. 607). Sein Sohn Jochim II.63 (+ vor 1690), auf Völtzkow und Kl. Crössin, nimmt in der Erbteilung mit seinem Bruder Paul Daniel 1650 das Anteilgut Crössin. Sein Sohn Jochim Daniel II.86 (+1690) verkauft es - nunmehr Crössin a genannt - 1690 an Ewald Joachim III.257 (+ 1716), Landrath auf Vietzow, der es an seinen Sohn Ewald Jürgen III.350 (+ 1748, Kleistsche Flasche) vererbt. Dessen Witwe verkauft 1754 an Grf. Rittberg.

3.   Der unter Kieckow 2. bereits genannte Dubislaff III.123 besaß 1628 ebenfalls Teile von Krössin (Urkunde 607). Seine Lehngüter fielen an Joachim III.70 (+ ca.1632), auf Nemmerin und Warnin.

 

Peter Christian III.432 (1727 – 1777) kauft 1768 Kl. Krössin a. Sein Sohn Johann George III.565 kauft 1797 Kl. Krössin b.

KIECKOW frühere Besitzer Gut Kieckow Kirche, Friedhöfe Klein Krössin nach 1945 weitere Aktivitäten Matriarch
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